Prey Khpos Grundschule, Kambodscha

Bei dieser Schule, die 1979 gegründet wurde, handelt es sich um das erste wirklich große Projekt in Südostasien, das von uns vollständig finanziert werden konnte. Ermöglicht wurde dies durch eine sehr großzügige Einzelspende. Die Eröffnung erfolgte im 1. Quartal 2026.

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Trotz des Wachstums im Tourismussektor bleibt Kambodscha eines der ärmsten und am wenigsten entwickelten Länder in Südostasien. Im Jahr 2022 rangierte es auf dem Human Development Index (HDI) mit Platz 148 von 193 Ländern, wobei Bildung, Gesundheit und Einkommen berücksichtigt werden. Die Entwicklung im Land ist ungleichmäßig, und viele ländliche Gemeinschaften bleiben aufgrund von Korruption und Eigeninteressen in Armut gefangen, was den Fortschritt behindert. Das Dorf in der Provinz Battambang gelegen, ist ein solches benachteiligtes Gebiet. Das Dorf beheimatet 1.627 Personen aus 417 Familien, von denen die Mehrheit auf Reisernte als ihre Hauptquelle des Einkommens angewiesen ist. Trotz der Herausforderungen ist es ein etabliertes Dorf mit Zugang zu Elektrizität, einem Gesundheitszentrum und gut gepflegten Straßen, was den Zugang zur Grundschule das ganze Jahr über ermöglicht.

Sie bestand ursprünglich aus einem provisorischen Gebäude, das von der Gemeinschaft errichtet wurde. 1995 ersetzte eine Nichtregierungsorganisation (NGO) namens CARRE die verfallende Struktur durch ein Holzgebäude mit sechs Klassenräumen, das der Gemeinschaft für weitere zwei Jahrzehnte diente. Im Jahr 2020 begann unser Projektpartner, die Schule zu unterstützen, indem ein neues Betonkonstrukt mit sechs Klassenräumen errichtet wurde, das bis heute in Gebrauch ist. Nach diesen infrastrukturellen Verbesserungen verzeichnete die Schule einen erheblichen Anstieg der Einschreibungen. Die Schule wird inzwischen von 372 Schülern (191 Jungen und 181 Mädchen) besucht. Allerdings führte dieses Wachstum zu einer Überfüllung, sodass mehr als 60 Schüler in einem einzigen Klassenraum untergebracht waren. Die Sitzordnung war so beengt, dass junge Lernende kaum Bewegungsfreiheit oder persönlichen Raum hatten. Zudem fehlte ein geeigneter Ruhebereich für die 11 Lehrkräfte, und rund 400 Personen teilten sich nur acht Toilettenräume – ein erhebliches Gesundheitsrisiko.

Angesichts des guten Rufs der Schule für Disziplin und des Engagements der Gemeinschaft für Bildung war es entscheidend, den Fortschritt der Schule zu sichern. Daher wurde ein neues Gebäude mit vier voll ausgestatteten Klassenräumen und einem Lehrerzimmer realisiert. Diese neuen Einrichtungen schaffen nun ein komfortables und unterstützendes Lernumfeld und stärken die Qualität der Primärbildung nachhaltig.

Wie bei allen Projekten spielte die lokale Gemeinschaft eine aktive Rolle im Bauprozess. Durch die Bereitstellung wichtiger Materialien wie Sand und Holz sowie die Unterstützung bei zentralen Aufgaben – etwa beim Anschluss der Elektrizität und der Wasserversorgung – trugen die Dorfbewohner maßgeblich zum Gelingen bei. Diese Beteiligung stärkt das Verantwortungsgefühl und sichert den langfristigen Erfolg der Schule.

Der Bau konnte erfolgreich abgeschlossen werden, und die Schule wurde am 13. März 2026 feierlich eröffnet und offiziell an die Gemeinde übergeben. An der Eröffnung nahmen auch die Vorstandsmitglieder Maren Pfähler und Dagmar Heinrich teil, die gemeinsam mit der lokalen Gemeinschaft diesen wichtigen Meilenstein würdigten.

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