Abgeschlossenes Schuljahr 2023/24 Pyo Khinn Schule

Im Schuljahr 2023/24 besuchten insgesamt 214 Schüler die Pyo Khinn Schule vom Kindergarten bis zur 7. Klasse, was einen deutlichen Anstieg der Studieneinschreibungen um 78 % für das Schuljahr im Vergleich zum Vorjahr bedeutete. Dies ist größtenteils auf die anhaltend schlimme Situation in Myanmar zurückzuführen. Im Laufe des Jahres verliessen 32 Schüler das Programm, sodass am Ende noch 182 Schüler im Programm waren. Alle Schüler legten am Ende des Schuljahres Abschlußprüfungen ab, um ihre Fortschritte zu überwachen; 92 % haben diese bestanden.

Lernzentren für Migranten auf der thailändischen Seite stehen zunehmend unter Druck, da die Einschreibezahlen aufgrund der Lage in Myanmar stetig gestiegen sind. Von mehr als 10.000 Migrantenkindern in 64 Migranten-Lernzentren sind etwa 30 % Einschreibungen von Neuankömmlingen (UNESCO).

Drei Jahre nach dem Putsch durch das Militär befindet sich Myanmar in einer immer schlimmer werdenden Menschenrechtskrise, dem weltweit nicht genügend Aufmerksamkeit geschenkt wird. Seit Februar 2024 versucht das Militär, ein Wehrpflichtgesetz durchzusetzen, was die Altersgruppe der 18- bis 35-Jährigen betrifft, die dann in den Krieg ziehen müssen, ob sie wollen oder nicht. Seit 2021 wurden schätzungsweise 5.000 Bürger getötet und weitere 26.800 verhaftet (Association for Assictance for Political Prisoner Juni 2024).

 

 

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Aktuelle Situation Pyo Khinn Schule

Im Schulhalbjahr Mai bis Oktober 2023 war ein Anstieg der Einschreibungen im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen, insbesondere aufgrund der anhaltenden turbulenten Lage in Myanmar. Familien streben nach einem sichereren Leben und einer sichereren Bildung. Insgesamt waren 186 Schüler in den Klassen eingeschrieben. 161 Schüler haben das Semester abgeschlossen und die Abschlussprüfungen abgelegt.

Die Lehrer*innen konnten an mehreren Schulungen und Workshops mit Themen wie Computer- und Datenschulung, Gesundheitserziehung und Lehrfähigkeiten teilnehmen.

Während des gesamten Semesters wurde den Schülern ein Mittagessen angeboten. Lehrer und Jugendleiter bereiten täglich das Mittagessen zu.

108 neue Schüler erhielten Schreibwaren, darunter Lehrbücher, Notizbücher, Kugelschreiber, Bleistift usw.. Den Lehrern wurden beispielsweise Lernkarten zur Verfügung gestellt.

Alles Aktivitäten verliefen wie geplant. Allerdings stand man vor einer großen Herausforderung. Die Leistungen der Schüler waren durch die Corona-Pandemie nicht ausreichend vorhanden. Leider hat ein erheblicher Anteil der Schüler das Semester nicht bestanden. Dies ist auch darauf zurückzuführen, dass  für viele Neuankömmlinge aus Myanmar der Schulstart schwierig war, um sich an die neuen Lern- und Lehransätze anzupassen.

Um die Ausbildung der Schüler stetig zu verbessern, hat unser Partner eine Lern- und Lehrkonzeptstrategie zur Überwachung und Berücksichtigung der unterschiedlichen akademischen Bedürfnisse der Schüler entwickelt. Darüber hinaus arbeiten sie zusammen mit der „Inclusive Education Foundation“ (InEd), einer langjährigen Partnerorganisationen für Lehrertrainings und Bewertung des Bildungsqualitätsrahmens in Thailand. Die Lehrer haben außerdem geplant, zusätzliche Stunden einzuplanen, um den Schülern mehr Zeit für die Teilnahme an Lernaktivitäten zu ermöglichen.

 

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Nachruf

Unser Gründungsmitglied und langjährige Unterstützerin, Carmen Ranalder, ist nach schwerer Krankheit mit 57 Jahren von uns gegangen. Wir sind sehr traurig und können es noch gar nicht richtig fassen. Carmen hat uns von Anfang an tatkräftig und kompetent mit Ideen und Motivation bei unserer Arbeit unterstützt. Sie war stets ein fröhlicher und hilfsbereiter Mensch, und es war uns immer eine große Freude mit ihr zusammenzuarbeiten. Wir werden Carmen nicht vergessen und in bester Erinnerung behalten. In stillem Gedenken.

 

 

 

 

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Neues Projekt in Kambodscha

Aufgrund der großzügigen Unterstützung können wir uns aktuell an der Srae Samot Primary School in Kambodscha finanziell beteiligen. Diese öffentliche Schule wurde im Jahr 2000 gegründet und liegt ca. zwei Autostunden von Siem Reap entfernt.

Das alte Schulgebäude ist einsturzgefährdet und für die Kinder nicht mehr sicher. 269 Schüler (154 Mädchen und 115 Jungen) zwischen 8 und 12 Jahren und 8 Lehrer brauchen dringend ein sicheres Gebäude. Daher soll ein neues Schulgebäude mit vier komplett eingerichteten Klassenräumen errichtet werden

Die Dorfbewohner werden in das Projekt mit einbezogen, um den Gemeinschaftssinn zu fördern. Es wurde daher vereinbart, dass die Dorfbewohner u.a. bei dem Abriss des alten Gebäudes mithelfen sowie auch beim Einbau des Fundaments. Für den eigentlichen Bau wird mit einem lokalen Auftragnehmer zusammengearbeitet, um alle Bauphasen zu koordinieren und alle gängigen Materialien lokal zu erwerben. Der Bau sollte im November 2022 beginnen und die Fertigstellung im Mai 2023 erfolgen. Durch den vielen Regen wurde der Start der Bauarbeiten auf Februar 2023 verschoben, da Baufahrzeuge im Matsch versinken würden. Sobald das Projekt abgeschlossen ist, ist das Dorf für den Unterhalt der Schule verantwortlich.

 

 

 

 

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Aktuelle Situation Pyo Khinn Schule

Die größte Herausforderung im letzten Schuljahr 2021/22 betraf unverändert die COVID-19-Pandemie. Pyo Khinn blieb aufgrund der ständig steigenden Zahl von COVID-19-Fällen für persönliches Lernen geschlossen. Online-Lernen erwies sich insbesondere für die Schüler als schwierig, da viele von ihnen nur eingeschränkten oder gar keinen Zugang zu Technologien hatten. Folglich brachen 37 % der 113 eingeschriebenen Studenten im Laufe des Jahres ab.

Eine weitere unerwartete Herausforderung war der Umzug an einen neuen Standort und der kurzfristige Bau einer neuen Schule, der von Dritten finanziert wurde und wo die Eltern tatkräftig mitgeholfen haben. Der Mietvertrag des alten Geländes wurde vom Vermieter gekündigt. Der neue Mietvertrag gilt zunächst für drei Jahre.

Die meisten COVID-19-Vorschriften wurden inzwischen in Thailand gelockert oder aufgehoben. Der Unterricht darf jetzt persönlich durchgeführt werden, daher gehen wir davon aus, dass die Aktivitäten im neuen akademischen Jahr 2022/23 wie gewohnt ablaufen werden, wenn auch innerhalb der Grenzen der verbleibenden COVID-19-Richtlinien. Da die politischen Spannungen in Myanmar bestehen bleiben, erwarten wir, dass die Schule  ausgelastet sein wird. Mit der Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts erwarten wir im Studienjahr 2022/23 weniger Studienabbrecher.

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Aktuelles – Pyo Khinn Schule

Die Pyo Khinn Schule war – wie alle staatlichen Schulen – ebenfalls vom Corona-Lockdown betroffen. Viele Aktivitäten wurden beschnitten oder abgesagt; dennoch konnte das Schuljahr 2020/21 beendet werden.

Unter schwierigen Bedingungen startete das neue Semester im Juni 2021 mit einer kleinen Eröffnungsfeier.

Durch den Militärputsch Anfang diesen Jahres und dem unkontrollierten Umgang mit der Pandemie in Myanmar, gibt es für die Migranten derzeit keine Rückkehr. Ganz im Gegenteil, an der thailändisch-burmesischen Grenze finden sich wieder Flüchtlinge ein. Wir gehen daher davon aus, dass die Zahl der Schüler wieder zunimmt.

Auch in Thailand ist die Lage durch Corona unverändert sehr schwierig. Seit April d.J. hat die 3. Welle das Land erreicht. Die Schulen mussten nach einer kurzen Öffnung im vergangenen Jahr wieder schließen. Dennoch sind die Verantwortlichen auf die neue Situation eingestellt. Die 8 Lehrerinnen unterrichten nach wie vor von morgens 9 Uhr bis nachmittags 15 Uhr. Es wird in einem Mix aus „homebased learning“ und „online“ unterrichtet.

Den Kindern wird verstärkt die Wichtigkeit von Hygiene erläutert und wie sie sich am besten vor Corona schützen können; ähnlich unserer „AHA“-Regeln. Hygienemittel werden gemeinsam in Eigenarbeit hergestellt.

Um die Wichtigkeit von Corona-Schutzmaßnahmen in den Fokus zu stellen, wurden die Lehrerinnen und älteren Schüler im Krankenhaus vor Ort besonders eingewiesen, auch um die jüngeren Schüler zu unterstützen.

Die Lehrerinnen werden kontinuierlich zu den veränderten Unterrichtsmethoden unterwiesen, z.B. Lehrpläne schreiben, Singspiele und sportliche Aktivitäten Corona-gerecht anzubieten oder Mathematik-Rätsel zu kreieren. Das Unterrichten fordert die Lehrerinnen in einer anderen Weise und hat durch Corona eine neue Qualität erreicht. Zum Beispiel gab es für die Lehrerinnen einen eigenen Workshop im „Online-Unterrichten“. Unser Partner vor Ort hilft wo Hilfe benötigt wird.

Trotz der schwierigen Situation bleiben wir zuversichtlich, dass die Kinder durch das „homebased learning“ den Anschluß nicht verlieren. Dies ist alles durch Sie, liebe Spender/innen und Unterstützer/innen, durch Ihre Zuwendungen möglich. Bitte bleiben Sie uns treu!

Hier geht es zum Projekt: https://opcdeutschland.de/2020/09/10/pyo-khinn-schule/

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